
Die evangelische Heilig-Geist-Kirche in Mitterfels gehört zur Kirchengemeinde Bogen, diese wiederum zum Dekanat Regensburg, welches aus 24 Kirchengemeinden entlang von Donau/Altmühl/Regen/Naab/Isar von Kelheim bis Hengersberg/Osterhofen besteht. Das Gebiet der evangelischen Kirchengemeinde Bogen umfasst eine Fläche von 373 qkm, die Gemeinde hat ca. 3.000 Mitglieder, die von Pfarrerin Susanne Kim und Diakon Walter Peter [im Jahr der Drucklegung des MM 2013! – 2026: von Pfarrer Johannes Waedt – Red.] als Seelsorger betreut werden.

Als nach dem Zweiten Weltkrieg, auch aufgrund der vielen Flüchtlinge, immer mehr evangelische Mitbürger in Bogen ansässig wurden, wurde dort eine eigene Kirche, die Erlöserkirche, erbaut. Mit einem großen Festzug von der katholischen Pfarrkirche - in der die Evangelischen nach dem Krieg lange Gastrecht genossen hatten - ging es am 4.10.1959 zur Einweihung. Die Erlöserkirche steht heute wegen ihrer besonderen Baukonstruktion unter Denkmalschutz. Bemerkenswert ist auch, dass über dem Altar bereits seit Ende 1959 ein modernes Kruzifix des bekannten, in diesem Jahr verstorbenen Landshuter Künstlers Fritz König hängt, es war eines seiner ersten sakralen Werke.

Evangelische Gottesdienste in Mitterfels zuerst in der Friedhofskirche

Die evangelische Heilig-Geist-Kirche in Mitterfels wurde am Pfingstmontag des Jahres 1960 eingeweiht, da von den zahlreichen evangelischen Christen aus Mitterfels und den Nachbargemeinden der große Wunsch nach einem eigenen Versammlungs- und Gebetsraum bestand. Bis dahin wurden die Gottesdienste in der Friedhofskapelle abgehalten, diese lag jedoch ziemlich außerhalb des Ortszentrums und war im Winter sehr kalt.
Eine Holzbaracke wurde Grundstock der Kirche
Unter Leitung des damaligen Pfarrers Sommer wurde schließlich ein Grundstück in zentraler Lage gefunden und zunächst für fünf Jahre gepachtet. Es konnte dann günstig eine bereits vorhandene Holzbaracke aus der Nähe von Straubing für 995 DM erstanden werden, die heute noch den Grundstock der Kirche bildet. Die damals ca. 170 evangelischen Gemeindemitglieder nahmen den Umbau zu einer Kirche größtenteils selbst vor, ein großes Altarbild aus vielen kleinen Mosaiksteinen schmückte den Raum, es gab von Anfang an eine Orgel und den hölzernen Glockenturm.

Anbau und Neugestaltung
Das heutige Aussehen bekam die Kirche durch einen Anbau im Jahr 1980, in den Jahren 2001/2002 sowie 2013 wurden die Innenräume komplett renoviert und neugestaltet. Von vielen Besuchern wird immer wieder hervorgehoben, dass diese kleine Kirche in Mitterfels eine besondere Atmosphäre ausstrahlt.
Autorin: Doris Metzger, aus einem Beitrag „Reformationsjubiläum 2017“ im Mitterfelser Magazin 23/2017